Kurt Schütze


Kurt Schütze
* 08.03.1902 in Dresden
† 17.04.1971 in Dresden
Als Sohn eines Fabrikarbeiters in Dresden aufgewachsen, begann eine Lithografenlehre, wechselte 1917 an die Kunstgewerbeschule Dresden zu Carl Rade und begann 1920 sein Studium an der Kunstakademie Dresden bei Ferdinand Dorsch, Robert Sterl und Otto Gussmann. Er wurde Meisterschüler von Richard Dreher. In dieser Zeit unternahm er mit Künstlerfreunden wie Hans Grundig und Hans Tietz eine Studienreise zu Fuß nach Mailand, Florenz, Rom und Neapel. Danach freischaffend in Dresden tätig, führten die Erfahrungen aus Nachkriegszeit, Inflation und Not nicht wie bei seinen Kommilitonen Dix, Grundig, Lachnit und Griebel zu sozialkritischer Schilderung der Zeitumstände. Er kleidete (lt. Grundig), als Vertreter der Neuen Sachlichkeit, die nackte Wirklichkeit in den Mantel malerischer Kultur. Seine politische Meinung vertrat er in der KPD und ASSO. 1943 zur Wehrmacht eingezogen, malte er an der Ostfront russische Landschaften und Portraits von russischen Menschen, die er mit einfühlsamer, zarter Würde wiedergab, entgegen der Darstellung des Ostnischen Untermenschen in der Nazi-Propaganda. Am 13. Februar 1945 ging ein Großteil seines Werkes in Flammen auf. Als Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste hatte er sich an einigen Ausstellungen bis 1945 beteiligt. Danach fand er im sozialistischen Kunstbetrieb, wie so viele seiner „verlorenen Generation“ wenig Beachtung, arbeitete noch auf dem Gebiet der Wandmalerei und Restauration profaner und sakraler Kunst.
Quellen: Wikipedia, Neue Sachlichkeit in Dresden