Karl Kröner

Karl Kröner
* 07.04.1887 Zschopau/Erzg.
† 03.10.1972 Radebeul
Karl Kröner wurde am 6. April 1887 als 6. Kind eines Kaufmannes in Zschopau im Erzgebirge geboren, wuchs in Chemnitz auf, besuchte dort die Volksschule und lernte den Beruf des Textilmusterzeichners. Mit Hilfe eines Stipendiums der Theodor Esche Stiftung konnte er von 1904 – 08 die Kunstgewerbeschule Dresden besuchen und hielt sich fortan freischaffend mit Musterzeichnungen in Chemnitz über Wasser. Von 1910 – 1914 studierte er an der Kunsthochschule Dresden, war Meisterschüler von Gotthardt Kühl und Eugen Bracht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Vor seinem Kriegsdienst mit Gefangenschaft in Frankreich zog er 1914 nach Radebeul. Ab 1920 freischaffend, unternahm er viele Studienreisen nach Holland, Italien, Schweiz, Frankreich und Österreich und beteiligte sich an zahlreichen Kunstaustellungen in Dresden, Chemnitz und Erfurt, sowie an Ausstellungen der Dresdener Künstlervereinigung bis zu ihrer Auflösung 1933. Seit 1932 bewegte er sich in einem Freundeskreis aus dem linken Lager der Dresdener Künstlerschaft wie Erich Fraaß, Otto Griebel, Hans Jüchser, Johannes Beutner, Paul Wilhelm, mitunter Josef Hegenbart und Fritz Winkler, genannt „Die Aufrechten 7“. Sein Frühwerk stand nicht auf dem Index der Nationalsozialisten, wurde aber zu einem großen Teil bei einem Brand in seinem Atelier 1944 vernichtet. Nach dem Krieg war er sehr aktiv im Verband Bildender Künstler, übernahm Verantwortung in der Gewerkschaft Kunst und Schrifttum, organisierte die großen deutschen Kunstausstellungen 1946, 1949, 1958 und 1962 mit. Er unternahm Studienreisen nach Italien, Moskau und an die Ostseeküste, war in verschiedenen Künstlervereinigungen Ehrenmitglied und stellte seine Werke in Gemeinschafts- aber auch Sonderausstellungen, wie 1968 – 69 in den Kunstsammlungen Karl-Marx-Stadt aus. Sein Werk umfasst viele Landschaftsbilder mit Motiven aus seiner Umgebung in Radebeul, aus Haus und Garten, aber auch Bilder von seinen Reisen. Auch hinterließ er viele wunderschöne Stilleben. Er suchte wohl die Nähe seiner Freunde Jüchser, Hegenbart, Griebel und Beutner u.a., als er sich für den Friedhof Loschwitz, als seine letzte Ruhestätte entschied. Er verstarb am 03.10.1972 in Radebeul.
Quellen: MuW Angelo Walther; Foto: Deutsche Fotothek Dresden(Steuerlein)